Ugrás a tartalomhoz Lépj a menübe
 


Saenger des Hühnerhofs

2008.07.01

 

 

Kép

 

Sänger des Hühnerhofs

 

   Vor langer Zeit, ganz sicher weis es keiner mehr, lebte ein sehr alter Mann, mit seiner Frau, in einem Dorf.

   Sie verbrachten ihre Tage im Hühnerhof. Der alte Mann wurde Hans genannt, seine Frau war die Gretel. Er liebte seine Frau sehr, weil sie sehr schön sang, auch dann, wenn sie traurig war, sonst  sang sie noch schöner. Traurig machte sie nur, dass sie nie Kinder bekamen. Deshalb verbrachten sie ihre ganze zeit mit ihren Haustieren, sie pflegten sie liebevoll, wie es nur möglich war.

   Es passierte an einem trüben Tag, als dicke, schwarze Wolken den Himmel bedeckten, das Gretel etwas für ihre lieben Tiere singen wollte, aber kein Ton kam aus ihrer Kehle. Auch Hans wachte von der ungewohnten Stille auf, die im Haus und am Hof herrschte. Er ging hinaus und fand seine Frau mit verweinten Augen, und ahnte gleich, dass etwas Schlimmes passiert sein musste. Seine Frau redete, redete und redete, aber kein Ton kam aus ihrem Mund.

   Sie suchten die besten Ärzte auf, gingen auch zu Pfuschern und Quacksalbern, aber keiner konnte helfen. Sie verzweifelten sehr.

So verging Tag für Tag und die stille im Haus der alten Eheleute wurde immer bedrückender. Auch Hans tat es weh, es fehlten die lustigen Melodien, das leise Singen.

   Eines Tages wachte er auf, und merkte dass drei seltsame Tiere auf seinem Hühnerhof waren. Ein fremdes Huhn, ein Ferkel und ein Dachs waren dort.

   Er ging hinaus, setzte sich auf eine Bank und schaute den drei seltsamen Tieren zu, und lachte sehr, weil sie sich so seltsam benahmen. Das Huhn trieb das Ferkel und den Dachs zusammen, krähte laut und winkte mit den Flügeln. Der Dachs sang, das Ferkel fing an mit seiner kleinen Nase zu trommeln. Das Huhn dirigierte und half den Dachs zu singen. Das alles war so schön, das es den alten Mann zu Tränen rührte.

   Als sie mit den Übungen fertig waren, winkte Hans, mit seinem langen Zeigefinger, die drei Tiere zu ich. Die schauten einander an, aber der Dachs mahnte seine Freunde zur Ruhe, zeigte seine Stinkdrüse, und dann gingen sie zum alten Mann und blieben vor ihm stehen.

   - Das war sehr schön – fing Hans an. – Wann habt ihr so schön singen gelernt? – fragte er sie weiter.

   - Das Ferkel stieß das Huhn in die Seite, worauf es vor Hans trat.

   -Khm-khm. Weißt du Alter, wir wandern von einem Hühnerhof zum anderen und nehmen nur unsere gute Laune mit. Jetzt möchten wir uns bei dir ausruhen, gibst du uns Quartier?

   - Hm, was bedeutet, dass ihr gute Laune bringt? Fragte er das Huhn, und kratzte sich am Nacken. – Seit wann könnt ihr mit  menschlicher Sprache reden? -fragte Hans weiter.

   - Daran gibt es nichts Außergewöhnliches. Nicht wir haben mit deiner Sprache gesprochen, sondern du hast uns verstanden. Aber erlaube zuerst, dass wir uns vorstellen. Unseren kleinen freund Ferkel nennen wir Rülpsi, den Dachs Stinki, und ich werde Kniffli genannt.

   - Ich freue mich – sagte der Alte -  alles in Ordnung! Sagte der alte Mann, aber verstummte auch gleich wieder. – In Ordnung, ihr könnt bleiben, aber eine große bitte hätte ich an euch.

  - Sage es nur ruhig Alter! – sagte das Ferkel.

  - Ir könnt bleiben, wenn ihr mir das Singen beibringt. Wist ihr, meine Frau hat sehr schön gesungen, aber eines Tages verlor sie ganz ihre Stimme.

  - Du kannst nicht singen? – Fragten alle drei auf einmal und schauten sich staunend an.

   - Wist ihr, ich wollte es gar nicht lernen, weil meine Frau so schön sang.

   - Hast du es schon probiert? – fragte Stinki.

   - Nie – antwortete der alte Mann.

   - Dann singe ein Lied von denen, welche deine Frau immer gesungen hat. – sagte Kniffli das Huhn.

   - Da fing der Alte zu singen an, aber so falsch, dass dem Dachs die Duftdrüse platzte, und die Tiere auseinander liefen und auch Hans musste husten, niesen, und seine Tränen abwischen.

   - Als sich der „Sturm“ gelegt hatte, dass heißt der Alte hat sein Gesang beendet, kamen alle wieder zurück und Hans fuhr weiter:

   - Stinki, mache das nie mehr!

   - Hans, sei nicht böse, aber ich habe mich sehr erschreckt – sagte der Dachs, du weißt schon, deine Stimme...

   Da stieß Kniffli, Stinki in die Seite der  sogleich verstummte.

   - Weisst du, wie soll ich es sagen, etwas  stimmt mit deiner Stimme nicht. – sagte das Huhn. – aber keine bange, wir werden dich schon in Behandlung nehmen. Rülpsi lehrt dich den Takt zu halten, Stinki bringt dir das richtige Atmen bei, und ich stimme deine Stimmbänder ab.

   - In Ordnung  - sagte der alte Mann, und reichte ihnen seine Hand. – Ihr könnt bleiben.

   - Tage und Wochen vergingen und sie haben fast jeden Tag geübt. Grete, die Ehefrau vom Hans, konnte nicht genug staunen, wie fleißig ihr Mann in letzter Zeit geworden war.

   - An einem, heißen Nachmittag, als sich die zwei Alten im Schatten des großen Nussbaumes ausruhten, hörte Gretel, im Halbschlaf,  ihren Mann eine Melodie summen.

   - Du, Hans! Summst du hier?  - Fragte sie gestikulierend.

   Der Alte hörte sofort auf, wurde ganz rot im Gesicht und tat als schliefe er.

   Um das Üben kam der Alte nie herum. Selbst wenn er schon ganz müde war, musste er die Melodien immer wieder weiter summen und dazu, im Takt mit den Händen klatschen. Eines habe er aber schon gemerkt, dass, wenn er sang, die Arbeit auch schneller ging.

   An einem wolkenverhangenen Morgen traten Stinki und Rülpsi vor ihn hin und das Huhn sagte:

   - Du, Alter, wir haben gerade erfahren, dass im Nachbardorf, ein Kleinkind auch die Stimme verlor, und solange es  nicht wieder hat, hat man uns zur Hilfe gerufen. Wir bitten dich, lasse uns ziehen.

   Hans kratzte sich am Hinterkopf, nahm seinen schwarzen Hut in die Hand, und sagte:

   - Na, geht halt, Jetzt braucht dieses Kind euch viel dringender. Natürlich lasse ich euch gehen. Ich danke euch, dass ihr bis jetzt euch mit mir beschäftigt habt, wir haben uns gut unterhalten.

   - Sei ruhig, und unterhallte Gretel mit deinem Gesang. – empfahl Rülpsi.

   - Und wenn sie mich auslacht? – frage der alte Mann.

   - Dann kennst du deine Frau nicht richtig. Sie würde so etwas nie machen – sagte der kleine Dachs.

   - Gott soll euch auf euren Weg begleiten! Ich danke euch meine Freunde!

   Damit umarmte er einzeln die drei kleinen Tierchen, und schaute ihnen lange nach, wie sie langsam in der Ferne verschwanden.

   Er ging in den Schuppen, holte sich die Mistgabel, um das Heu einzusammeln. Wie er so das Heu zu häufen legt, merkte er gar nicht, dass er zu singen angefangen hat, aber auch nicht, dass seine Frau hinter ihm stand. Sie schaute ihm tief in die Augen, umarmte und drückte Hans fest an sich. Dann nahm auch sie eine Gabel und legten gemeinsam die Heuhafen und sangen zusammen ihre Lieder.

   Wenn sie inzwischen nicht gestorben sind, singen sie bei der Arbeit immer noch gemeinsam die schönsten Lieder.

 

 

 

Hozzászólások

Hozzászólás megtekintése

Hozzászólások megtekintése

Laptulajdonos

(Tante Lisa, 2008.07.01 10:30)

Vielen Dank, Dir Alexander, dass du auch dieses Maerchen übersetzt hattest. Lisa